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Tierpsychologie Die Pferde-Nanny zu Gast in Buer
Janet Rosenberger gab im Reitverein Buer am
Ostring Tipps für den Umgang mit den flotten Vierbeinern. Der Reitverein Buer am Ostring hatte am Samstag ungewöhnlichen Besuch.
Die „Pferde-Nanny” Janet Rosenberger kam für ein Coaching für Pferd und Reiter
zur Anlage an der Löchterheide. Die
theoretische Wissensvermittlung und die folgenden Praxisübungen zielten
allerdings mehr auf die Reiter ab, als auf die Pferde. Denn sie sind es, die
die Tiere führen müssen – und das nicht nur am Halfter, sondern durch die
kleinen Problemsituationen des Alltags. „Es hat immer etwas mit der
persönlichen Einstellung der Menschen zu tun”, erklärte die Tierpsychologin,
die den zweibeinigen Besuchern zunächst ein Gefühl dafür vermittelte, wie sie
das Verhalten ihrer Tiere deuten können. „Man muss das Pferd verstehen.
Deswegen vermittle ich den Teilnehmern, wie Pferde eigentlich in der Wildnis
leben und erkläre, dass sie das auch ohne den Menschen können.” Und auch, wenn
die meisten Pferde heute nicht mehr in der freien Natur leben, so haben sie
doch vieles von ihrem ursprünglichen Verhalten beibehalten. Das Tier
verstehen - das war wohl die größte Aufgabe für die Reiter. Und sich nicht
unterbuttern zu lassen. Denn die Tiere erkennen schnell, wo sie die Schwächen
ihrer Menschen ausnutzen können. Janet Rosenberger hat da ihr ganz eigenes
Rezept. „Ich gehe auf die Tiere zu und sage, hör zu, ich bin einer von euch.
Tust du mir was, bist du tot.” Das sagt
die Tierpsychologin natürlich nicht tatsächlich. Aber sie drückt es aus, durch
ihre Körpersprache. Sie stellt klar, in der Hierarchie über dem Tier zu stehen.
„Das ganze Geheimnis liegt in der Nutzung des Pferdeverstandes durch
gewaltfreie Trainingsmethoden, nonverbale Kommunikation und durch die Klärung
der Rangordnung”, erklärt Janet Rosenberger in einer Broschüre. |