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"Roman"
SchreckhaftigkeitEin sehr schreckhaftes Pferd begegnete mir in Münster-Amelsbüren. Die Stute schaffte es nicht bis zur Longierhalle zu gehen, ohne sich ständig zu erschrecken und zu scheuen. Auch in der Reithalle sprang sie mit Vorliebe aus jeder Ecke raus. Nach ein bisschen Gelassenheitstraining und Klärung der Rangordnung fasste die Stute neuen Mut und blieb bis heute ganz cool. SchlägerEin junger Wallach aus Olfen, der eine artgerechte Haltung genießt und daher von der Wiese geholt werden musste, um geritten zu werden, griff seine noch sehr junge 14-jährige Besitzerin auf der Wiese an. Er galoppierte auf sie zu, bedrohte sie, biss und schlug mit der Hinterhand. Das Mädchen bekam verständlicherweise zunehmend Angst vor dem Schläger. Auch die Eltern hatten keine ruhige Minute mehr. Durch Gehorsamkeits-, Folgsamkeits- und Gelassenheitstraining wurde aus dem Wildling ein liebes verschmustes Pony. Um sicher zu stellen, dass das Pferd auch in Zukunft ohne meine Hilfe so lieb bleibt, hätte das Pferd einen konsequenten sicheren Besitzer gebraucht. KopfscheuEine braune Traberstute aus Datteln war so kopfscheu, dass niemand an sie herankam, um sie etwa auf die Weide zu führen. "Na, wenn ich nicht ans Pferd komme, dann muss das Pferd zu mir kommen." dachte ich. Nach einem Joining, das ich anwendete und meinem Folgsamkeitstraining, kam das Pferd zu mir und ließ sich am Halfter ohne Probleme überall hinführen. Erst beäugelte sie mich noch skeptisch, als ich sie anfasste, doch das ließ täglich nach. Verhaltenstherapie nach TraumaEine schicke Lamoureux II Stute hatte panische Angst in ihre sehr geräumige Box zu gehen. Auch das Heraustreten aus der Boxentür war ohne panisches Verhalten nicht möglich. Bei jedem Heraus- oder Hereinbringen der Stute musste eine Boxenwand komplett aufgemacht werden. Selbst dann galoppierte die Stute in ihre Box. Es war nicht selten dabei vorgekommen, dass das Tier auf der Stallgasse ausrutschte, hinfiel und sich dabei verletzte. Außerdem gefährdete sie durch das Verhalten alle Beteiligten, die sie in die Box führen mussten. Nach einer Verhaltenstherapie, die einmal in der Woche 1-2 stunden stattfand, zeigte das Pferd nach wenigen Stunden bereits eine 70 %ige Besserung. In der 5. Therapiesitzung konnte das Pferd schon problemlos in und aus der Box mit verschiedenen Personen geführt werden. Natürlich ergab sich aus diesem Problem ein weiteres: Das Pferd ließ sich auch nicht verladen. Ein Verladetraining wurde auch noch nötig. In der Therapie bemerkte ich ebenfalls, dass die Stute neuen Aufgaben gegenüber sehr verspannt war und sich weigerte. Das stellte ich problemlos ab, so dass auch das Reiten wieder zum Genuss wurde. So konnte das Pferd auch ohne Hilfszügel entspannt in der Dressur geritten werden. |